· 

Original Unverpackt

Original Unverpackt, der Supermarkt ohne Verpackungen sind unsere direkten Nachbar*innen im selben Haus wie wir in der Wiener Straße 16 in Kreuzberg. Als wir 2014 vom Lausitzer Platz dorthin umzogen standen beide Läden leer. Kurz nach unserem Umzug eröffeneten Original Unveropackt dort ihren ersten Laden. Der Vermieter hatte sich gedacht, wir passen gut zusammen und kommen uns dennoch nicht ins Gehege. Und genauso ist es - oft verbinden Kund*innen ihre Einkäufe bei uns mit denen von ou oder umgekehrt. Auch für uns selbst ist es natürlich sehr praktisch, dort so easy einkaufen gehen zu können. Und wenn der Heißhunger nach Nüssen, Gummibärchen oder Schokolade uns überkommt, haben wir es nicht weit!


Foto: Original Unverpackt
Foto: Original Unverpackt

Wie heißt Eurer Laden und wo finden wir ihn?

 

OU: Wir sind Original Unverpackt und Ihr findet uns in der Wiener Straße 16 in 10999 Berlin-Kreuzberg, im selben Haus wie der supermarché.



Wie ist das Konzept Eures Ladens, was bietet Ihr an?

 

OU: Wir bieten unverpackte Lebensmittel und NonFood Artikel für den nachhaltigen Lebensstil an. Unser Konzept ist es, dass wir das unverpackte Einkaufen für jeden zugänglich machen wollen.

 


Fotos: Foto: Original Unverpackt/Katja Vogt


Foto: Original Unverpackt/Ben Mönchs
Foto: Original Unverpackt/Ben Mönchs

 

Wann habt Ihr Euren Laden eröffnet und wie kam es dazu?

 

OU: Wir haben unseren Laden am 13.09.2014 eröffnet. Die Gründe sind vielfältig. Liegen aber im Ursprung darin, dass sich Milena bereits als junger Mensch und Migrantin stark mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Mit Beginn ihres Studiums und der ersten Wohnung wurde die Thematik der Müllvermeidung immer präsenter. Wie die meisten Ideen, war es anfangs ein Spaßidee, welche weiter reifte und schlussendlich zu Original Unverpackt führte.


 Wie kamt Ihr auf den Namen Eures Ladens?

 

OU: Hier soll Unverpackt das Gegenteil der damals stark verbreiteten verpackten Lebensmittel aufzeigen.

 


Foto: Original Unverpackt/Ben Möncks


Ein Supermarkt ganz ohne (Plastik-)Verpackungen, das ist kein leichtes Unterfangen. Was waren die größten Herausforderungen?

 

OU: Zu Beginn, war es viel Überzeugungsarbeit bei den Herstellern und Lieferanten zu leisten. Das Konzept und die Abläufe waren gänzlich unbekannt für sie. Auch dass OU als kleiner Supermarkt nicht die Abnahmemenge hat, wie eine BioLebensmittelkette. Hier waren wir in einer nicht so guten Position. Aber mit viel Charme und Argumenten konnten wir sie schlussendlich überzeugen, es mit OU und der Anlieferung zu probieren. Eine weitere Herausforderung war, Personal zu finden und dieses zu schulen. Die Bereiche, wie Hygiene, Arbeitsschutz, Lebensmittelhandhabung benötigen eine intensivere Schulung und Einarbeitung als in einem konventionelleren Bio-Lebensmitteleinzelhandel. Eine weitere bestehende Herausforderung sind die Preise und die Kommunikation darüber. Im Laufe der Jahre, werden unsere Preise immer wieder mit konventionellen nicht Bio-Einzelhandelsgeschäften verglichen. Hier gehen wir regelmäßig mit unseren Kund*innen oder auch Interessierten Menschen gerne ins Gespräch und erklären, was es bedeutet, warum z.Bsp. das Mehl einen höheren Wert hat.


Foto: Original Unverpackt/Katja Vogt
Foto: Original Unverpackt/Katja Vogt

Wer sind Eure Kund*innen?

 

OUUnsere Kund*innen reichen von der StudentenWG, welche in regelmäßigen Abständen ihren gesamten Grundnahrungsmittelbedarf kauft bis hinzu Kund*innen, welche uns durch Zufall entdeckt haben und dank des Teams eine Einführung in das unverpackte Einkaufen erhalten.

 

 

Ihr habt uns jeweils ein Produkt mitgebracht – warum habt Ihr genau diese Gegenstände ausgewählt? 

 

OU: Einfach weil wir sie oft in der Hand haben und sie schön aussehen.

 

 


 

 Du hast an der Fotoaktion teilgenommen, stell Dich doch bitte kurz vor und erzählt uns, was Deine Aufgabe bei OU ist. 

 

Hello, ich bin Rebecca, 27 und arbeite in unserem Lager. Dort werden die Bestellungen, die über unseren Onlineshop reinkommen gepackt und zum Großteil mit wiederverwendetem Packmaterial und so wenig Verpackungsmüll wie möglich verschickt. Ein Paket ohne zusätzliches Material verschicken zu können ist für uns jedes Mal ein absolutes Workgoal! Zum Schluss gibt’s noch ein kleines Herzchen auf den Lieferschein und so tritt das Paket den Weg zu unseren Kund*innen an.

 


Was ist dein Lieblingsprodukt bei OU?

 

Rebecca: Eines meiner OU-Lieblingsprodukte sind die Abschminkpads. Ich benutze sie zusammen mit dem Kokosöl zum Abschminken oder nach einer gründlichen Gesichtsreinigung um meine Haut mit ein paar Tropfen Kokosöl zu verwöhnen. Da diese Produkte sich nicht so gut fotografieren liesen, habe ich sie in das praktische Täschen gepackt. Darin kann alles mögliche abgefüllt werden - von Nüssen über Reis bis zu den Abschminkpads.


Foto: Original Unverpackt
Foto: Original Unverpackt

Ihr seid im selben Haus wie wir in der Wiener Straße in Kreuzberg – was mögt Ihr an dem Kiez und seiner Nachbarschaft?

 

OU: Die Verbundenheit der Menschen mit ihrem Kiez - ob diese Menschen Anwohner:innen, Gewerbetreibenden oder Berufstätige in der Nähe sind. Das zeigt sich auch u.a. im politischen Engagement für die Anliegen der Nachbarn (z.B. die Initiativen "Kisch&Co bleibt" oder "Ora35" ) oder auch gesamtgesellschaftlich relevanten politischen Themen. Oder aber auch, die Gewerbe und Gastronomie im Kiez mit einem Kauf oder Besuch zu unterstützen. Allgemein ist der Kiez sehr kreativ und bei einem Spaziergang kann man an jeder Ecke, jeder Hauswand und jedem Laternenpfahl interessante Street Art, Plakate oder Botschaften entdecken. 


Infos zu Original Unverpackt:

 

Wiener Straße 16

10999 Berlin

 

Web: original-unverpackt.de

Mail: kontakt@original-unverpackt.de

 

Facebook

Twitter

Instagram


Das Interview mit Original Unverpackt führten wir schriftlich im Oktober 2021 im Rahmen unserer Nachbar*innen-statt-Models-Kampagne.

Anstatt die Modelfotos der Marken zu nehmen, deren Basics wir durchgängig im Laden führen, fragten wir unsere Nachbar*innen & Kolleg*innen, ob sie nicht unsere Models sein wollen. Mehr zu der Aktion und der Idee dahinter findet Ihr hier. Dies sind die Modelfotos, die im Rahmen der Aktion von Rebecca & Ulrike entstanden sind. Vielen Dank für die Teilnahme an der Aktion!