Am Freitag, den 26.9. fand bei uns anlässlich der Fairen Woche ein Fairer Kaffeeklatsch statt. Der Verein Baobab Berlin erwartete Euch mit einem Kaffeestand des Fairtrade-Kaffees Berliner Bohne. Alle, die Lust hatten, konnten vor Ort gratis einen Becher dieses leckeren Kaffees bei uns im Laden genießen und dabei die Quiz-Fragen zum Anbau von Kaffee und Schokolade beantworten. Aufgrund der Wetterlage fand die Veranstaltung dieses mal im Laden statt. Alle Teilnehmer*innen am Quiz konnten an einer Verlosung teilnehmen. Als Hauptgewinn winkte ein Gutschein über 50€ für den supermaché. Zusätzlich gab es eineSchokoladenverkostung der Fairen Berliner Hauptstadtschokolade Berlin Choc. Hier ein kleiner Rückblick und ein paar Hintergrundinfos dazu:
Was ist die Faire Woche?
Seit mehr als 20 Jahren lädt die Faire Woche jeden September dazu ein, Veranstaltungen zum Fairen Handel in ganz Deutschland zu besuchen oder selbst zu organisieren. Mit jährlich rund 2.000 Aktionen vom Fairen Frühstück über den Besuch von Produzent*innen aus dem Globalen Süden bis hin zu Aktionen an Schulen ist sie bundesweit die größte Aktionswoche des Fairen Handels. Die Faire Woche wird vom Forum Fairer Handel organisiert. Im Kalender der Fairen Woche kann man sich über die Aktionen informieren. Ziel der Fairen Woche ist es, möglichst viele Menschen mit dem Thema "Fairer Handel" in Kontakt zu bringen. Wir beteiligen uns seit vielen Jahren an der Fairen Woche, meist mit einer Kaffee-Aktion. Hintergedanke dabei ist, dass Menschen, die zu uns in den Laden kommen, bereits offen gegenüber dem Thema der fairen Modeproduktion sind und wir ihnen gerne auch verwandte Themen nahebringen wollen. Die Umstellung auf fair gehandelten Kaffee oder Schokolade ist für uns im Globalen Norden ein kleiner Schritt und im Globalen Süden bewirkt er richtig viel.
Baobab e.V. und der Fairtrade-Kaffee Berliner Bohne
Der Verein Baobab e.V., der bei uns zu Gast war, um seinen Kaffee 'Berliner Bohne' auszuschenken,engagiert sich seit 35 Jahren mit Bildungsarbeit und fairem Handel für eine gerechtere Welt. Sie machen Bildungsarbeit zum Fairen Handel, informieren in Workshops über Weltwirtschaftszusammenhänge und wollen zum Nachdenken über das eigene Konsumverhalten anregen.
Der Fairtrade-Kaffee 'Berliner Bohne' ist so ein Projekt des Baobab e.v.., das das Konsumverhalten verändern möchte. Der sogenannte Hauptstadtkaffee wird zusammen mit der Fairhandelsorganisation GEPA hergestellt. Die Kaffeebohnen stammen von Kleinproduzent*innen aus dem Globalen Süden und er ist fair gehandelt.
Bei einer Tasse der Fairen Bohne konnten bei unserem Fairer Kaffeeklatsch Quiz-Fragen zu Kaffee und Schokolade beantwortet werden. Wir haben uns gefreut, dass so viele von Euch dieses Angebot angenommen und so ihr Wissen über Kaffee- und Schokoladenanbau erweitert haben. Auch wir haben Einiges gelernt.
Wusstet Ihr zu Beispiel, dass das größte Anbauland von Kaffee Brasilien ist, gefolgt von Vietnam? Der meiste Kaffee wird aber nicht in diesen Ländern getrunken, sondern im Globalen Norden. Die größten Kaffeetrinker*innen (gemessen am Pro-Kopf-Verbrauch) sind die Finn*innen. Das erste Kaffeehaus jedoch enstand in Mekka.
Die Kaffeekirschen werden mühsam von Hand geerntet. Eine harte Arbeit, für die es oft zu wenig Geld gibt. Um so wichtiger ist es, auf Siegel zu achten, die garantieren, dass es hier fair zugeht. Zum Beispiel das FAIRTRADE-Siegel oder das eigene Siegel der GEPA.
Die Faire Hauptstadtschokolade Fair Chock
Bei unserem Fairen Kaffeeklatsch gab es auch eine Verkostung der Fairtrade-Hauptstadtschokolade Berlin Choc. Diese ist ein Projekt des Aktionsbündnisses Fairer Handel, um Menschen niedrigschwellig mit dem Thema Fairer Handel in Kontakt zu bringen. Diese Schokolade ist ebenfalls in Zusammenarbeit mit der GEPA entstanden, alle Zutaten sind fair. Aktuell gibt es sie in einer Zartbitter-Variante in zwei verschiedenen Designs. Ihr könnt sie bei uns kaufen. Die Schokolade ist auch ein tolles Berlin-Mitbringsel. Hier bekommt Ihr weitere Infos zur Berlin Choc.
Bei unserem Quiz konntet Ihr erfahren, dass Ghana und die Côte d’Ivoire die größten Anbauländer von Schokoalde sind. Allein in diesen beiden Ländern arbeiten rund 1,5 Millionen Kinder bis heute unter ausbeuterischen Bedingungen auf den Kakaoplantagen. Die Weiterverabeitung der Kakaoabohnen z.B. zu Schokolade hingegen wird großteils im Globalen Norden vorgenommen (zu zwei Drittel), dort bleibt also auch der größte Teil des Gewinns hängen. Der Kauf Fairer Schokolade, der diese Art von Ausbeutung ausschließt, macht also wirklich Sinn.
Unser Fairer Kaffeeklatsch
Danke an all, die bei unserem Fairen Kaffeeklatsch dabei waren und vielen Dank auch an den Verein Baobab e.V., der mit ihrem Kafffeestand bei uns war und Ausschank und Quiz durchgeführt hat! Auf dem Foto unten seht Ihr übrigens die frohe Gewinnerin des supermarché-Gutscheins.



