Fair bedeutet für uns, dass die Produkte unter fairen Bedingungen hergestellt wurden.
Konkret heisst das für die Auswahl unserer Produkte:
(handgemachte) Produkte von Einzelpersonen und kleinen Labels, die wir i.d.R. persönlich kennen und gerne unterstützen. Ihre Produktion ist transparent und das Geld landet nicht
über 3 Ecken bei dubiosen Megakonzernen mit fragwürdigen Produktionspraktiken, sondern dient deren Lebensunterhalt - manchmal auch nur als Zubrot zum Studium oder zum
Arbeitslosengeld.
Produkte von kleinen (Handwerks)Betrieben aus Deutschland.
Produkte, die in Behindertenwerkstätten hergestellt werden.
Die Definition „fair“ ist natürlich dehnbar und wir machen uns da auch nichts vor: Jobs in der Textilindustrie sind immer harte und schlecht bezahlte Jobs – reich wird keine Näherin werden und abwechslungsreich ist der Job auch nicht gerade. Und auch die Tatsache, dass Produkte in Deutschland (oder der EU) hergestellt wurden, bedeutet nicht unbedingt tolle Arbeitsverhältnisse, was uns ja viele Reportagen in der letzten Zeit bildhaft vor Augen geführt haben. Und auch das eigene kleine Business grenzt oft an Selbstausbeutung. Vielleicht gibt es kein richtiges im Falschen. Da wir aber alle konsumieren und das auch weiterhin tun werden, gibt es unserer Meinung nach HerstellerInnen, Produkte, Labels, Projekte die unterstützenswerter sind als andere, weil sie nicht auf menschenverachtender Ausbeutung basieren. Und für eine Arbeiterin in Bangladesh macht es natürlich schon einen Unterschied, ob sie von ihrem Gehalt überleben kann, ob sie geschlagen wird oder ob sie sich gewerkschaftlich organisieren darf oder nicht. Genauso sind können kleine Familienbetriebe z.B. in Indien nur dadurch überleben, dass sie sich in Kooperativen zusammenschließen und ihre Baumwolle oder handgewebten Geschirrtücher in den Fairen Handel verkaufen.
Gerade die Textilindustrie ist bekannt für ihre menschenunwürdigen Bedingungen. Deshalb versuchen wir vor allem im Textilbereich alle Produkte, die wir anbieten, aus fairer Produktion zu beziehen. Das bedeutet konkret: Bei Bekleidung haben wir, bis auf einige Reste, nur noch Shirts & Hoodies von wenigen Firmen, die wir als glaubwürdig erachten. Die meisten unserer Shirts sind unsere eigenen Hirschkind-Bio-Shirts, die wir zum großen Teil aus einer ArbeiterInnenkooperative in Nicaragua beziehen (s. Foto oben). Den ArbeiterInnen gehört ihre Fabrik, sie arbeiten selbstbestimmt und ohne Chefin. Hier könnt Ihr Euch die Seite der Kooperative anschauen.
Außerdem haben wir Shirts von Continental Clothing, eine Firma, die sehr viel Wert auf faire Arbeitsbedingungen legt und die in der Fair Wear-Foundation ist. Zu Continental gehört auch deren Unterlabel Earth Positive, das nur Bio-Baumwolle verarbeitet und zusätzlich sehr energiesparend produziert. In ihrer Produktion sparen sie 90 % der CO2-Emissionen ein.
Unsere Hoodies und einige Shirts sind aus fair gehandelter Baumwolle, die von indischen Familienbetrieben bezogen wird und das Transfair-Label tragen. Fair gehandelte Baumwolle bedeutet (in diesem Fall), dass die Baumwolle von kleinen BaumwollfarmerInnen, die sich zu Kooperativen zusammengeschlossen haben, bezogen wird , denen für ihre Baumwolle faire und stabile Preise über Weltmarktniveau bezahlt werden. Zusätzlich wird eine Transfair-Prämie bezahlt, die die BaumwollbäuerInnen in gemeinschaftliche oder Umweltprojekte investieren können.
Besonders lang auf der Suche waren wir für unsere Bettwäsche und die Geschirrtücher. Aber nun sind wir endlich fündig geworden. Die Bettwäsche wird ganz bei uns in der Nähe in Sachsen gefertigt. Die neuen Geschirrtüchern sind fair gehandelt. Wir beziehen sie von Familienbetrieben in Indien, die diese auf ihren Handwebstühlen anfertigen und dafür fair entlohnt werden.